Steigerwald Arzneimittel GmbH
Der Schmerz ist ein Wächter Ihrer Gesundheit

Wer unter Schmerzen leidet, wird sich nichts sehnlicher wünschen als Schmerzlinderung, und er wird sein möglichstes tun, um Schmerzen in Zukunft zu vermeiden.
So funktioniert der Schmerz als natürlicher Wächter unserer Gesundheit und ist in gewissem Sinne auch ein Gesundheitslehrer.
Menschen, die durch starke Schmerzmittel oder aufgrund bestimmter Erkrankungen des Nervensystems keinen Schmerz mehr empfinden können, sind ständig in Gefahr, sich unbemerkt zu verletzen - oder eine ernsthafte Krankheit zu verschleppen.
Dieser Ratgeber wird Ihnen zeigen, was Sie gegen Ihre Rheuma- und Bewegungsschmerzen tun können, und wie Sie Ihre Schmerzen lindern und in Zukunft vielleicht auch ganz verhindern können.




Wie Rheuma- und Bewegungsschmerzen entstehen

Ärzte unterscheiden mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die unter dem Begriff "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises" zusammengefasst werden. Überwiegend betroffen sind die Muskeln, die Sehnen und Sehnenscheiden und die Gelenke.
Entzündung
Ein Grund für rheumatische Erkrankungen kann in einer Fehlreaktion des Immunsystems liegen: Normalerweise verteidigt das Immunsystem Ihren Körper durch eine spezielle Schutztruppe, die weißen Blutkörperchen, gegen Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Bestandteile untergegangener Zellen. Bei dem sogenannten entzündlichen Gelenk-Rheumatismus verwechselt das Immunsystem körpereigene Zellstrukturen mit schädlichen Eindringlingen. Die weißen Blutkörperchen stürzen sich auf die durch Belastung abgeriebenen Zellen des Gelenkknorpels. Es kommt zu einer Kettenreaktion, in deren Verlauf immer mehr weiße Blutkörperchen dann auch nicht abgeriebene Knorpelzellen angreifen und vernichten. Eine Gelenkentzündung mit Hitze, Rötung, Schwellung und Schmerzen ist die Folge. Bestimmte Teile des Weichteilrheumatismus und Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündungen haben meistens keinen "inneren" Grund. Sie sind nicht auf eine Fehlreaktion des Immunsystems zurückzuführen, sondern gehen auf einen "äußeren" Grund zurück.
Abnutzung
Der aufrechte Gang und das Sitzen beanspruchen ständig Ihre Muskulatur und Ihre Gelenke, vor allem die der Knie, der Hüfte und der Wirbelsäule. Somit sind sie einem ständigen Druck und einer gewissen Abnutzung ausgesetzt. Wenn Ihre Bewegungen locker und harmonisch sind, so ist diese Abnutzung relativ gering - je steifer und angespannter Sie sich aber bewegen, desto stärker wird der Druck auf Ihre Gelenke und desto stärker ihre Abnutzung.
Ernährung
Bei allen rheumatischen Erkrankungen spielt im Zusammenhang mit Stoffwechsel und Übergewicht auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine Ernährung, die ein Übergewicht produziert und/oder die Stoffwechselstörungen mit Verschlackung und Übersäuerung des Gewebes fördert, fördert auch rheumatische Erkrankungen.


Der Teufelskreis des Rheumaschmerz

Gleichgültig, ob rheumatische Erkrankungen entzündlicher Natur sind oder abnutzungsbedingt - egal ob es sich um Gelenk- oder Weichteilrheumatismus handelt - eines haben alle rheumatischen Erkrankungen gemeinsam: den Schmerz!
Aber gerade bei Rheuma löst der Schmerz einen Teufelskreis aus. Schmerz bereitet Stress, Stress führt zu Anspannung und Verspannung. Verspannung bedeutet zusätzliche Belastung der betroffenen Körperregion. Belastung bedeutet verstärkte Abnützung, verstärkten Schmerz und verstärkten Stress.

Hinzu kommt, dass die schmerzenden Körperpartien eine sogenannte Schutzhaltung einnehmen und so nur wenig bewegt werden. Hier entwickelt sich ein zweiter Teufelskreis: Wenig Bewegung bedeutet geringere Durchblutung und schlechtere Sauerstoffversorgung. Es entsteht eine Stoffwechselreaktion, in der Schlacken nur noch schlecht abtransportiert werden. Dadurch kommt es zu weiteren Verspannungen und schmerzhaften Verhärtungen.

Der Griff zum Schmerzmittel ist zwar naheliegend, kann aber die Ursachen der Schmerzen nicht beheben. Langfristig werden immer stärkere Medikamente notwendig, aber auch sie können den Teufelskreis des Rheumaschmerzes nicht durchbrechen. Wenn die Ursachen der Erkrankung nicht behandelt werden, erfahren die Schmerzen durch zusätzliche akute Schübe eine immer stärkere Betonung und drängen sich mehr und mehr in den Mittelpunkt des täglichen Lebens.




Den Teufelskreis des Rheumaschmerzes erkennen, unterbrechen und auflösen

Wenn Sie erkannt haben, dass Ihre Rheumaschmerzen kein zufälliger und unabänderlicher Schicksalsschlag sind, sondern dass hier eine Ursache vorliegt, die Sie beeinflussen und verändern können ...
Und wenn Sie erkannt haben, dass von dieser Ursache her ein Kreislauf, vielleicht mit dem Muster: Belastung - Verspannung - Schmerz - Stress - Verspannung - Schmerz - Stress - Verspannung - Schmerz ausgeht, dann haben Sie die Möglichkeit, diesen Kreislauf zu unterbrechen. Wenn Sie in Zukunft auch die Ursache beheben können, haben Sie sogar die Möglichkeit, den Kreislauf ganz aufzulösen. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, Ihren Schmerzkreislauf zu unterbrechen, egal welche Ursachen und welche individuellen Stationen er in Ihrem Falle hat.
  • Ein pflanzliches Arzneimittel, das bei chronischen Rheuma- und Bewegungsschmerzen wirkt, gut verträglich ist und den Magen schont.
  • Mentale Schmerztherapie - Ein Entspannungsprogramm, das Ihre innere Ruhe fördert und die Verspannungszustände Ihrer Muskulatur löst. Die entspannte Muskulatur wird wieder besser durchblutet, besser versorgt und besser beweglich. So wird die Voraussetzung für den nächsten Schritt geschaffen.
  • Sanftes Bewegungstraining - Leichte Bewegungsübungen z. B. nach dem Feldenkrais-Konzept geben Ihnen die Beweglichkeit zurück und vermittelt Ihnen außerdem ein neues erweitertes Körperbewusstsein.
  • Gesunde vollwertige Ernährung - Vollwertkost bringt Ihren Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht. Durch den Rückgang der Übersäuerung wird auch die Entzündung zurückgehen. Zusätzlich können Sie durch eine gesunde vollwertige Ernährung ein möglicherweise bestehendes Übergewicht abbauen und so Ihre Gelenke, Ihre Wirbelsäule und Ihren gesamten Bewegungsapparat entlasten.
1. Phytodolor® Tinktur

Ein pflanzliches Langzeitarzneimittel gegen dauerhafte Rheuma- und Bewegungsschmerzen mit guter Magenverträglichkeit.
Ein Arzneimittel gegen Rheumaschmerzen sollte wirksam sein gegen:
  • Schmerzen
  • Entzündungen
  • Schwellungen
Dabei sollte es möglichst wenig Nebenwirkungen haben und vor allem den Magen schonen. Phytodolor®, ein pflanzliches Arzneimittel mit Wirkstoffen aus drei bewährten Heilpflanzen, erfüllt diese Forderungen besonders gut. Mit überzeugenden Behandlungserfolgen bei allen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rückenbeschwerden, Schulter-Arm-Probleme, Gelenkabnutzungen, Ischias, Muskelverspannungen u. a.) bestätigt Phytodolor® vor allem auch bei längerer Anwendung immer wieder seine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit. Phytodolor® ist für eine längerfristige Einnahme geeignet. Es entfaltet seine volle Wirkung über einen Zeitraum von 8 - 10 Tagen.

Die Zitterpappel oder Espe(Populus tremula) gehört zu der Gruppe der Weidengewächse. Weidenrindenzubereitungen wurden von alters her zur Wundbehandlung, Fieberbekämpfung oder auch in der Rheumatherapie eingsetzt.
Die Echte Goldrute(Solidago virgaurea) Die zu den Korbblütlern zählende krautige Pflanze trägt zu Rispen angeordnete, kleine gelbe Blüten und wird 20 cm bis 1 m hoch. Der Name "Heidnisch Wundkraut" weist auf eine traditionelle Anwendung als Heilpflanze hin.
Die Esche (Fraxinus excelsior) ist ein bis 40 m hoch wachsender Laubbaum aus der Gruppe der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Hier ist ebenfalls die Anwendung in der Rheumabehandlung überliefert.

In dem pflanzlichen Arzneimittel Phytodolor® sind die wirksamen Inhaltsstoffe dieser Pflanzen durch modernste Herstellungsverfahren vereint.

Phytodolor® Tinktur bei akuten und subakuten rheumatischen Erkrankungen (z.B. Hexenschuß, Ischiasschmerz), Nervenschmerzen. Enthält 45,6% Alkohol.
STEIGERWALD Arzneimittelwerk GmbH, D-64295 Darmstadt. Stand 05/04
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2. Mentale Schmerztherapie

Entspannungstraining und Stressbalance – Rheumatische Beschwerden entstehen in vielen Fällen durch Fehlhaltungen und durch Überbeanspruchung einzelner Teile des Bewegungsapparates.
So können Rückenschmerzen z. B. oft durch eine meist unbemerkte und schon lang andauernde Belastung der Rücken-, Nacken- und Beckenmuskulatur aufgrund falscher und verspannter Körperhaltung ausgelöst werden. Einseitige Belastungen wie Schreibtischarbeit, angespanntes Autofahren oder einseitige sportliche Betätigung sind häufig die Ursachen. Aber auch Stress und innere Spannungszustände können zu einer verkrampften Haltung und schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Starke Schmerzen haben nur anscheinend keine äußere Ursache, denn der alltägliche Stress, der hier zu Verspannungen und Schmerzen führt, wird kaum noch bewusst wahrgenommen. Besonders Stressanfällig ist der Schulter- und Nackenbereich. Der ganze Rücken bis tief hinunter zum Becken kann stark verspannt sein und die Schmerzen strahlen bis in die Arme und Beine aus - vor allem dann, wenn sich die Verspannungen bis in die Ellbogen- und Kniegelenke fortsetzen. All das wird sehr körperlich durch den Volksmund ausgedrückt: Die Angst sitzt einem im Nacken - Der Schmerz fährt einem in die Glieder u.s.w. Diese Körpersprache zeigt, dass wir all das, was wir oft unbewusst über uns ergehen lassen und dann schmerzlich erfahren müssen, auf einer tieferen Ebene sehr genau wissen. Entspannung bedeutet, gelegentlich ab- oder umzuschalten, aus dem Alltag herauszutreten und den gewohnten Rahmen zu verlassen. Das ist aber auf keinen Fall als Flucht aus dem Alltag zu verstehen - ganz im Gegenteil! Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Präsenz werden sich verbessern. Sie können durch Entspannungs- und Stressbalance-Techniken ein neues und besseres Gefühl für Ihren Körper und seine Bedürfnisse entwickeln. Wenn es Ihnen nun aber nicht gelingt, sich selbst entspannende Situationen zu schaffen, einmal aus Ihrem alltäglichen Stressrahmen herauszutreten und ab- oder umzuschalten, kann es sinnvoll sein, zusammen mit einem Trainer - einzeln oder in einer Gruppe - eine spezielle Entspannungstechnik zu erlernen. Im folgenden stellen wir Ihnen einige Entspannungs- und Stressbalance-Techniken vor, damit Sie sich die für Ihre Situation geeigneteste auswählen können.

Autogenes Training nach Schultz
Das autogene Training ist eine Autosuggestionstechnik. Sie konzentrieren sich auf Ihren im sogenannten Kutschersitz oder in der Rückenlage ruhenden Körper. Durch wiederholtes suggestives Benennen und Vorstellen von bestimmten Körpergefühlen, wie z.B. "Mein rechter Arm wird warm und schwer" stellt sich diese Empfindung wirklich ein. Es kommt so zu einer schrittweisen Entspannung des ganzen Körpers, die als Schwere und Wärme erlebt wird und sich nach einigem Üben relativ schnell einstellt.

Muskelentspannung nach Jacobson
Bei der Muskelentspannung nach Jacobson werden zuerst bestimmte Muskelpartien so angespannt, dass diese Anspannung (im Gegensatz zur normalen Anspannung) erst bewusst wahrgenommen und dann auch wieder bewusst losgelassen werden kann. Durch diesen bewussten Wechsel wird der so herbeigeführte Entspannungszustand intensiv erlebt und geht in einen Zustand allgemeiner Ruhe und Gelassenheit über.
3. Sanftes Bewegungstraining zur Harmonisierung von Körper und Geist

Die Feldenkrais-Methode – die von Moshe Feldenkrais entwickelte Methode "Bewusstheit durch Bewegung" ist ein sanfter, leicht erlernbarer Weg zum eigenen Ich, zu Selbstverantwortung und Selbstheilung.

Nach der Feldenkrais-Theorie können strenge Erziehung, soziale Zwänge und seelische Traumen im Laufe des Lebens zu einer allgemeinen körperlichen und geistigen Erstarrung führen, die in Muskelverspannungen sichtbar und spürbar wird. Mit der Feldenkrais-Methode wird diese Erstarrung aufgelöst. Durch einfache Bewegungen, die nicht mechanisch wie bei der herkömmlichen Gymnastik sind, sondern bewusst erlebt werden, lassen sich eine Reihe von positiven Veränderungen erzielen: Der Körper richtet sich in neuer Spannkraft gerade, körperliche Beschwerden werden gelindert oder verschwinden. Sie erreichen ein Optimum an körperlicher und geistiger Beweglichkeit und seelischer Harmonisierung.

Tai Chi
Tai Chi - eine Bewegungsmeditation - ist mehr als zehntausend Jahre alt und wurde in dieser Zeit immer weiter verfeinert. Es ist der ruhige und harmonische Bewegungsablauf der verschiedenen Übungen, durch den die aus dem Gleichgewicht geratene Energie des Körpers balanciert, zentriert und geerdet wird. Die sich vor allem durch Anmut und Leichtigkeit auszeichnenden Bewegungen werden schrittweise erlernt. Allein schon die dazu erforderliche Konzentration wirkt beruhigend auf das ganze Nervensystem, erzeugt tiefen Seelenfrieden und erhöht die Spannkraft. So kommt auch die körperliche Gesundheit wieder ins Gleichgewicht.
4. Gesunde vollwertige Ernährung zur Stoffwechselbalance und Gewichtsreduktion

Durch unsere gewohnte Art der Ernährung "füttern" wir häufig unsere Krankheiten, ohne dass es uns bewusst wird. Die "Zivilisationskost" hat dazu geführt, dass es heute nur noch wenigen bewusst ist, wie wichtig die richtige Ernährung für einen gesunden und gut funktionierenden Stoffwechsel ist.

Die sogenannte Zivilisationskost zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass den Nahrungsmitteln mechanisch (fein ausgemahlenes Mehl), chemisch oder durch Erhitzen (raffinierte Öle und Fette) Bestandteile entzogen worden sind, die z.B. als Ballaststoffe eine wichtige, den Stoffwechsel normalisierende Funktion haben. Zum anderen liegt der Schwerpunkt der Zivilisationskost auf dem Fleisch. Die gerade noch verträgliche Menge von 150 g. Fleisch pro Tag wird oft so weit überschritten, dass der Darm dieses hohe und schwer verdauliche Eiweißangebot nicht mehr abbauen kann. So kommt es - neben Fäulniszuständen und Blähungen im Darm - schnell zu einer allgemeinen Übersäuerung, die durch die Getränke, die wir zu uns nehmen, noch gefördert wird. Statt reinem Wasser, das den Körper entgiften hilft, nehmen wir Kaffee, schwarzen Tee, gesüßte Getränke und Alkohol zu uns. Diese Getränke trocknen den Körper aus (Kaffee, schwarzer Tee, Zucker und Alkohol entziehen dem Körper Wasser.) Die Übersäuerung nimmt zu und die Bereitschaft zu rheumatischen Erkrankungen ebenfalls.

Bei fast allen rheumatischen Beschwerden, vor allem bei vielen entzündlich rheumatischen Erkrankungen der Gelenke und bei Weichteilrheumatismus, können Sie Schmerzintensität und Krankheitsgefühl durch eine Umstellung der Nahrung schon mittelfristig deutlich verbessern. Mit Vollwertkost bezeichnen wir eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Die Nahrungs-mittel sind naturbelassen und frisch. Sie werden möglichst so schonend zubereitet, dass Vitamine und Spurenelemente nicht verloren gehen. Konservierte oder synthetische Nahrungsmittel werden nicht verwendet. Fleisch und Fisch erscheinen nur als Beilage, nicht öfter als dreimal wöchentlich auf dem Speiseplan. Laktovegetabile Heilkost ist eine Mischkost aus pflanzlicher Nahrung und Milchprodukten. Alles Überflüssige, den Stoffwechsel Belastende, wird, soweit wie möglich, vermieden. Die laktovegetabile Diät hat sich als heilende Intensivkost vor allem bei chronischen Erkrankungen bewährt. Die körpereigene Abwehr wird gestärkt, die Übersäuerung geht zurück und die Entzündungsbereitschaft bei rheumatischen Erkrankungen nimmt stark ab.

Eine vollwertorientierte Ernährung oder eine laktovegetabile Heilkost balanciert nicht nur den Stoffwechsel und das Säure-Basen-Gleichgewicht; auf längere Zeit gesehen ist eine derartige Ernährung auch dazu geeignet, ein die Gelenke belastendes Übergewicht abzubauen.
So entwickeln Sie Ihre persönliche Strategie für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden.

Sie sind nun fast am Ende dieses kleinen Ratgebers für Patienten mit Rheuma- und Bewegungsschmerzen angelangt. Sie haben auf wenigen Seiten viele, möglicherweise auch für Sie neue Informationen bekommen.
Vielleicht hatten Sie an der einen oder anderen Stelle ein kleines Aha-Erlebnis. Ihnen ist dann vielleicht - wie man im Volksmund sagt - ein Licht aufgegangen. Vielleicht brauchen Sie jetzt aber auch noch einige Zeit und ein klein wenig Abstand, um über all die neuen Möglichkeiten, in Zukunft erfolgreich mit Ihren Schmerzen umzugehen, einen Überblick zu bekommen und um zu erkennen, welche dieser Möglichkeiten für Sie persönlich am besten geeignet sind. Der folgende Rückblick kann für Sie ein sehr nützliches Instrument zur Entwicklung und Verwirklichung Ihrer persönlichen Strategie gegen Rheumaschmerzen sein. Gehen Sie jetzt alles, was Sie bisher gelesen haben, in Gedanken noch einmal langsam durch.
  1. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und erinnern Sie sich daran, was Sie am Anfang dieser Broschüre über Funktion und Absicht des Schmerzes erfahren haben. Konnten Sie sich mit Ihren eigenen Erfahrungen und Gedanken hier teilweise wiederfinden oder war all das neu und fremd für Sie? Was denken Sie jetzt darüber? Schreiben Sie es in kurzen Worten auf.
  2. Atmen Sie ein paar mal tief ein und aus und denken Sie daran, was Sie über den Kreislauf von Belastung - Schmerz - Stress - Anspannung und Schmerz erfahren haben. Können Sie dieses Muster in einer abgewandelten, auf Sie zutreffenden Form nachvollziehen?
  3. Haben Sie für sich persönlich schon eine Idee, wie - auf welche Art, wo - an welcher Stelle und wann - bei welcher Gelegenheit, Sie Ihren Schmerz-Kreislauf unterbrechen können?
    • Wie?
    • Wo?
    • Wann?
  4. Welche Erfahrungen haben Sie mit Arzneimitteln, die Sie gegen Ihre Schmerzen eingenommen haben?
    • Erfahrungen mit chemisch-synthetischen Medikamenten
    • Erfahrungen mit pflanzlich-natürlichen Medikamenten - wie z. B. Phytodolor®, dem Arzneimittel aus drei bewährten Heilpflanzen.
  5. Können Sie sich vorstellen, dass Ihnen ein Programm zur Tiefenentspannung, ein Programm zur Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte und andere Formen der mentalen Schmerztherapie helfen?
  6. Atmen Sie jetzt wieder einige Male ganz bewusst tief ein und tief aus. Entspannen Sie sich beim Ausatmen, lassen Sie den Atem einfach aus sich herausfließen und atmen Sie dann wieder tief ein und lassen Sie danach einfach wieder los und überlegen Sie sich, während Sie jetzt tief und entspannt weiteratmen, ob Sie aktiv etwas für Ihre Beweglichkeit und für Ihr Wohlergehen tun können.
    • Für welche Entspannungstechniken interessieren Sie sich?
    • Welche Vorschläge für ein sanftes Bewegungstraining kommen Ihren Möglichkeiten und Neigungen am nächsten?
    • Haben Sie schon eine Idee, wie Sie die eine oder andere Möglichkeit der Entspannung oder des sanften Bewegungstrainings für sich verwirklichen wollen?
    • Können Sie Ihr Rheuma und Ihre Schmerzen auch durch eine Umstellung Ihrer Ernährung günstig beeinflussen?
    • Würde eine Reduktion Ihres Gewichtes eine Entlastung für Ihre Gelenke und Ihren Bewegungsapparat bedeuten?
Denken Sie über all diese und andere Fragen, die sich jetzt stellen, wenn Sie die Inhalte dieser kleinen Broschüre in Ihrem Innern erinnern, noch einmal nach. Vielleicht schließen Sie einfach die Augen und achten dabei auf die Bilder und Gefühle, die in Ihnen aufsteigen. Sie sind ein guter Ratgeber, wenn Sie herausfinden wollen, welche persönliche Strategie Sie jetzt für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden entwickeln und verwirklichen wollen.

Wählen Sie aus dem Folgenden Ihre persönlichen Schwerpunkte aus:
  • Entspannung
  • Stressbalance
  • Verringerung der alltäglichen Belastungen
  • Aktivierung der eigenen Selbstheilungskräfte
  • ein bewusstes und gesundes Leben
  • sanftes Bewegungstraining
  • gesunde Ernährung
  • Gewichtsreduktion
Meine persönliche Strategie für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden hat drei Schwerpunkte:
  1. _________________
  2. _________________
  3. _________________
Ich werde diese Strategie
  • sofort verwirklichen
  • innerhalb von drei Wochen langsam verwirklichen
  • bei der nächsten Gelegenheit, z. B. im Urlaub verwirklichen
  • müssen noch die folgenden Hindernisse ausgeräumt werden:
  • _________________
  • _________________
Wir wünschen Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Ziele ein gutes Gelingen.

Weiterführende Informationen

Dieses Kapitel ergänzt den Ratgeber "Beweglichkeit" und soll Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützten sowie zusätzliche Informationen geben.
Literatur: Rückenschmerzen, Rheuma

Gabs, Ulrike:
Das Anti-Rheuma-Buch - Vorbeugen, bessern, heilen - Empfohlen vom Rheuma-Hilfswerk Deutschland e. V.
Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden

Gach, M.:
Wenn der Rücken schmerzt - Selbsthilfe durch Akupressur, Yoga und Massage.
Kösel-Verlag, München 1988

Leibold, Gerhard:
Schmerzen lindern - Ursachen durch Ganzheitstherapie heilen.
Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden

Linden, Volker zur:
Immunsystem natürlich stärken.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Mohr, Paul:
Rückenschmerzen lindern - Vorbeugen und behandeln mit Naturheilkunde.
Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden
Literatur: Mentale Schmerztherapie

Besser - Siegmund, Cora:
Die sanfte Schmerztherapie mit mentalen Methoden.
ECON Verlag, Düsseldorf 1994

Cousins, N.:
Der Arzt in uns selbst.
rororo, Hamburg 1986

Eberlein, Dr. med. Gisela:
Gesund durch Autogenes Training.
ECON Verlag, Düsseldorf

Langen, Dietrich:
Autogenes Training für jeden.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Schultz, J. H.:
Das autogene Training. Konzentrative Selbstentspannung.
Stuttgart 1970
Literatur: Sanftes Bewegungstraining

Brand, Pater Ulrich:
Eutonie - natürliche Spannkraft.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Kirschner, Thomas: Geist in Bewegung. Vier Lektionen der Feldenkrais-Methode. Feldenkrais zum Mitmachen. Multimind Audioprogramm.
Junfermann Verlag, Paderborn 1995

Methfessel, Thomas:
Tai Chi für Anfänger - Illustrierte Einführung in die chinesische Bewegungsmeditation.
Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden

Triebel-Thome, Anna:
Feldenkrais - Einführung in die Methode.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Sowohl zur mentalen Schmerztherapie als auch für ein sanftes Bewegungstraining bieten Psycho- und Physiotherapeuten Einzelbehandlungen und Therapiegruppen an. In vielen Fällen werden die Kosten für diese Behandlung von den Krankenkassen übernommen. Fragen Sie Ihren Arzt.
Literatur: Gesunde Ernährung

Besser - Siegmund, Cora:
Easy weight, der mentale Weg zum natürlichen Schlanksein.
ECON Verlag, Düsseldorf 1988

Birk, D. / Eichborn B. von / Früchtel, I. / Kurz, M. / Rittinger, E.:
Das große Vollwertkochbuch.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Eichborn, Benita von:
Rohkost und Salate aus der Vollwertküche.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Flade, Sigrid:
Übergewicht natürlich behandeln.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Früchtel, Ingrid:
Das vegetarische Kochbuch.
Gräfe und Unzer Verlag, München

Hosch, Harald:
Gesund durch Entsäuerung - Das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder-herstellen und erhalten.
Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden

Mandani, Marlies/Lützner, Dr. med. Hellmut:
Meine erfolgreiche Rheuma-Diät
Gräfe und Unzer Verlag, München

Zur Erstellung eines auf Ihre individuelle Situation abgestimmten Ernährungsplans lassen Sie sich die Adresse einer Diätberatung geben. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an die Krankenkasse. Spezielle Kurse zum praktischen Umgang mit verschiedenen Diäten (Einkaufen, Zubereitung etc.) werden heute schon von den meisten Volkshochschulen in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen angeboten.
Informationen über Patientenselbsthilfegruppen bekommen Sie über die Deutsche Rheumaliga. Die Adressen der Ortverbände der Deutschen Rheumaliga erhalten Sie über: Deutsche Rheumaliga, Bundesverband e.V., Rheinallee 69, 53173 Bonn oder unter: www.rheuma-liga.de.
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