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Was passiert eigentlich bei Erkältungen?

Husten ist ein sinnvoller und gesunderhaltender Reflex. Er übernimmt eine wichtige Reinigungsfunktion, indem er Schleim, Schadstoffe und Fremdkörper mit kräftigen Stößen aus den Atemwegen nach draußen befördert. Beim Erkältungshusten kann dieser Husten jedoch zu Qual werden.
Vom Reizhusten zum Abhusten
Erkältungshusten verläuft meist in zwei Phasen: Kurz nachdem sich die Viren in den Bronchien festgesetzt haben, entwickelt sich zu Anfang infolge der Bronchialschleimhautreizung ein trockener Reizhusten (unproduktiver Husten). Dabei wird nur wenig äußerst zähes oder gar kein Schleimsekret produziert. Typisch ist starker Hustenreiz, der besonders nachts heftige Hustenattacken auslösen kann. Trockene Luft oder Zigarettenrauch verstärken den Reiz noch. Nach wenigen Tagen geht dieser Husten dann über in einen lösenden Husten (produktiven Husten), der durch reichliche Schleimbildung und teils sehr starken Hustenreiz charakterisiert ist. In dieser Phase sollte der Hustenreiz keinesfalls unterdrückt werden. Denn jetzt übernimmt er eine wichtige Aufgabe: Er hilft nämlich, den Schleim mit den darin befindlichen Erregern und ihren Abfallprodukten aus den Atemwegen wieder zu entfernen. Diese "Selbstreinigungsfunktion" sollte unterstützt werden. Dazu dienen schleimlösende und schleimverflüssigende Maßnahmen, die das Abhusten des erregerhaltigen, meist dickflüssigen Sekrets erleichtern. Das lindert nicht nur die Beschwerden, sondern fördert zugleich den Heilungsprozess.
Sekretstau unbedingt vermeiden
Denn staut sich das erregerhaltige Sekret in den Bronchien an, kann sich ein unkomplizierter Erkältungshusten leicht zu einer akuten Bronchitis auswachsen. Zum einen reizt ständiges Husten die Schleimhaut, was einer Entzündung Vorschub leistet, zum anderen bietet der keimhaltige Schleim einen ausgezeichneten Nährboden für Bakterien, so dass sich bei ungenügendem Abhusten leicht eine bakterielle Infektion aufpfropfen kann.